Mit welchen Kosten müssen Sie rechnen?

Scheidungskosten

Die Kosten für Ihre Scheidung setzen sich aus den Rechtsanwaltsgebühren und den Gerichtskosten zusammen. Deren Höhe wiederum orientiert sich am Streitwert des Verfahrens, der sich aus Einkommen und Vermögen beider Ehepartner berechnet, sowie der Anzahl der unterhaltspflichtigen Kinder. Sie können den Streitwert und die Kosten mit dem Kostenrechner berechnen.

Gerichts- und Rechtsanwaltskosten

Sobald Ihr Anwalt den Scheidungsantrag bei Gericht eingereicht hat, werden zwei Gerichtsgebühren fällig – erst wenn diese beglichen sind, leitet das Gericht das Scheidungsverfahren ein. Bei jedem beteiligten Rechtsanwalt fallen für das gerichtliche Verfahren eine 1,3 Verfahrensgebühr und eine 1,2 Terminsgebühr an. Die Höhe der Termins- und Verfahrensgebühr richtet sich nach der Höhe des Streitwerts. Außerdem erhält der Rechtsanwalt eine Auslagenpauschale und die gesetzliche Mehrwertsteuer.

So wird die Düsseldorfer Tabelle berechnet

Die Düsseldorfer Tabelle existiert seit 1962. Eine Mutter hatte gegen die Ablehnung ihrer Forderung nach Aufstockung des Kindesunterhaltes durch das Landgericht Düsseldorf Beschwerde eingereicht. Die 13. Zivilkammer des OLG Düsseldorfes unter dem Vorsitz des Richters Guntram Fischer nahm diesen Fall zum Anlass, die diesbezügliche Rechtsprechung intern zu systematisieren. Unter Nutzung von Ministerialerlassen, statistischen Daten und ernährungsphysiologischen Erkenntnissen erstellten sie eine erste Fassung der Düsseldorfer Tabelle. Der Oberamtsrichter Karl-Georg Lipschitz gab diese Tabelle an die Deutsche Richterzeitung weiter. Mit der dortigen Veröffentlichung begann sich die Tabelle bundesweit durchzusetzen.

Die erste Tabelle unterschied nach 9 Lebensstellungsgruppen oder Ständen. Die niedrigste Gruppe umfasste die „einfachsten Verhältnisse“ wie Arbeiter, Näherinnen oder Putzerinnen mit einem Einkommen von bis zu 450 DM (in heutiger Kaufkraft 946 Euro), die höchste umfasste Minister und „Stars“ mit einem Einkommen über 4000 DM (in heutiger Kaufkraft 8.409 Euro). Mit der fünften Tabelle von 1973 wurde diese Aufteilung nach Ständen aufgegeben.

Sie wird seither etwa alle zwei Jahre weiterentwickelt. Bis Ende 2007 wurde sie für die neuen Bundesländer durch die vorgeschaltete Berliner Tabelle ergänzt, die unterhalb der niedrigsten Einkommensgruppe der Düsseldorfer Tabelle zwei darunter liegende Einkommensgruppen enthielt.

Die Grundlage der Tabelle (Mindestunterhalt) wurde 2008 im Gesetz § 1612a Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) auf Basis des sächlichen Existenzminimum des Einkommensteuergesetzes (EStG) festgelegt. Vor 2008 wurde die Basis des Mindestunterhalt auf den alle zwei Jahre erschienenen Existenzminimumberichtes des Bundesregierung abgestellt. 2010 wurde das steuerliche sächliche Existenzminimum auf Grund eines Wahlversprechens nicht nachvollziehbar erhöht.

Was ist Existenzminimum?

Als Existenzminimum (auch: Notbedarf) bezeichnet man die Mittel, die zur Befriedigung der materiellen Bedürfnisse notwendig sind, um physisch zu überleben; dies sind vor allem Nahrung, Kleidung, Wohnung und eine medizinische Notfallversorgung. Wie die Armutsdefinition ist die Definition des Existenzminimums immer kulturspezifisch und relativ. Das soziokulturelle Existenzminimum garantiert über das physische Existenzminimum hinaus ein Recht auf Teilhabe am gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Leben.


(Quelle: Seite „Düsseldorfer Tabelle“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 18. Juli 2014, 15:40 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=D%C3%BCsseldorfer_Tabelle&oldid=132263297)

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* Manche Gerichte reduzieren den errechneten Streitwert um bis zu 30 %, wenn die Ehescheidung einvernehmlich und ohne streitige Folgesachen vonstatten geht. (Der angezeigte Betrag enthält eine Reduzierung um 20%)